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Echo)) Space
Vernissage «Wie Strassenzeitungen Leben verändern»
Info
Echo)) Space
Tanja Bojanić,

rikverc, tašna, vešmašina
– the language I keep

Ausgangspunkt dieses Videos sind die vielen Wörter, die der Künstlerin als Kind serbischsprachiger Eltern in der Schweiz gefehlt haben. Der Rat eines Taxifahrers in Sarajevo, ihre Sprache nicht zu verlieren, führte sie auf eine Entdeckungsreise in die sprachlichen Zwischenräume und Distanzen, die im Gespräch mit ihren Eltern entstehen. Kann man eine Sprache überhaupt verlieren? Falls ja, kann man sie auch wiederfinden? Der Film geht diesen Fragen in drei Sprachen nach. Filmaufnahmen des Alltags ihrer Eltern in Banja Luka überlagern sich mit erzählten Erinnerungen und Referenzen aus Kunst und Literatur.

Tanja Bojanić hat mit dieser Arbeit 2024 den Bachelor in Visueller Kommunikation an der Hochschule der Künste Bern (HKB) abgeschlossen. Der Film wird im Rahmen der Kooperation zwischen dem Kornhausforum und der HKB Kunstsammlung gezeigt. Von der Künstlerin gestaltete Plakate inszenieren die Bildsprache des Videos im öffentlichen Raum und machen es mit einem QR-Code zugänglich.

Dauer: 16:37 Minuten

Polazna tačka za ovaj video su brojne riječi koje su umjetnici, kao djetetu roditelja koji govore srpski u Švicarskoj, nedostajale. Savjet taksiste u Sarajevu da ne izgubi svoj jezik poveo ju je na putovanje otkrića u jezičke prostore i udaljenosti koje se javljaju u razgovorima s njenim roditeljima. Može li se zaista izgubiti jezik? Ako da, može li se ponovo pronaći? Film istražuje ova pitanja na tri jezika. Snimci svakodnevnog života njenih roditelja u Banjoj Luci isprepleteni su narativnim sjećanjima i referencama iz umjetnosti i književnosti.

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Archivé: Werner Schwarz (1918-1994) Fotografien

04/09/20 — 17/10/20

Exposition
Galerie, 2. OG
Heures d'ouverture:
Mardi–Vendredi
10h00 – 19h00
Samedi
10h00 – 17h00
Dimanche
11h00 – 17h00
Lundi
Fermé

Foto: Werner Schwarz

Auf einem Bauernhof in Schliern bei Köniz ist er aufgewachsen, später baute er dort eine alte Schreinerwerkstatt wieder auf, die er sich erworben hatte, und machte sie ab 1971 zu seinem ständigen Wohn- und Arbeitsort. Als Künstler arbeitete Werner Schwarz in den unterschiedlichsten Techniken, seine hauptsächlichen Motive waren Landschaften, Alltagsszenen und Porträts. Der eigenwillige Zeitgenosse, der gegen die Modernisierung – konkret: gegen die Überbauung seiner Gemeinde Schliern – kämpfte, war, was Verkäufe und Einkünfte anging, kein erfolgreicher Künstler. Mit dem wenigen Geld, das er hatte, ging er ab den 1950er-Jahren auf lange Reisen – Italien, Marokko, Indien, Grönland, keine Destination war ihm zu weit, um sie mit eigenen Augen entdecken zu können.

Auf den Reisen fotografierte er, fast durchwegs auf 6×6-Diafilmen. Es war die Zeit vor dem Massentourismus. Werner Schwarz – gross und schwer und vollbärtig – war oft wohl der einzige Besucher, der sich nur auf Berndeutsch äussern konnte, aber offenbar trotzdem Zugang zu den Menschen gefunden hat. Fotografisch dokumentierte er seine Reisen bis Ende der 1960er-/Anfang der 1970er-Jahre, danach wechselte er auf Schmalfilm.

Eine 1994 nach dem Tod von Werner Schwarz gegründete Stiftung hat sich dem Schaffen, dem Gedankengut und dem Nachlass des Künstlers angenommen. Die Ausstellung im Kornhausforum entsteht in Zusammenarbeit mit der Stiftung. Das künstlerische Schaffen von Schwarz wurde im Lauf der letzten Jahre in verschiedenen Ausstellungen gezeigt und gewürdigt. Zum 100. Geburtstag realisierte Christian Knorr 2018 den Dokumentarfilm «Der Anachronist – Eine Reise zu Werner Schwarz».

Noch wenig bekannt ist sein fotografisches Schaffen. Die MAZ Galerie Luzern präsentierte 2018 eine Reihe von Porträts. Die Reisebilder, es sind mehrere Tausend, sind im Archiv der Stiftung gelagert – noch vom Künstler selber oder von seiner Lebenspartnerin Rosmarie Finger geordnet und beschriftet. Für die Ausstellung im Kornhausforum wurden sie erstmals wieder komplett gesichtet. Als Grundlage für die Ausstellung dient eine digitalisierte Auswahl von rund 200 Aufnahmen.

Das fotografisches Schaffen von Werner Schwarz ist eine kleine, feine fotohistorische Entdeckung. Sein offener Blick auf die Dinge und die Menschen ist bewegend – und was er auf seinen Bildern darstellt in vielen, fast allen Fällen, versunkene Welten.