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Echo)) Space
Vernissage «Wie Strassenzeitungen Leben verändern»
Info
Echo)) Space
Tanja Bojanić,

rikverc, tašna, vešmašina
– the language I keep

Ausgangspunkt dieses Videos sind die vielen Wörter, die der Künstlerin als Kind serbischsprachiger Eltern in der Schweiz gefehlt haben. Der Rat eines Taxifahrers in Sarajevo, ihre Sprache nicht zu verlieren, führte sie auf eine Entdeckungsreise in die sprachlichen Zwischenräume und Distanzen, die im Gespräch mit ihren Eltern entstehen. Kann man eine Sprache überhaupt verlieren? Falls ja, kann man sie auch wiederfinden? Der Film geht diesen Fragen in drei Sprachen nach. Filmaufnahmen des Alltags ihrer Eltern in Banja Luka überlagern sich mit erzählten Erinnerungen und Referenzen aus Kunst und Literatur.

Tanja Bojanić hat mit dieser Arbeit 2024 den Bachelor in Visueller Kommunikation an der Hochschule der Künste Bern (HKB) abgeschlossen. Der Film wird im Rahmen der Kooperation zwischen dem Kornhausforum und der HKB Kunstsammlung gezeigt. Von der Künstlerin gestaltete Plakate inszenieren die Bildsprache des Videos im öffentlichen Raum und machen es mit einem QR-Code zugänglich.

Dauer: 16:37 Minuten

Polazna tačka za ovaj video su brojne riječi koje su umjetnici, kao djetetu roditelja koji govore srpski u Švicarskoj, nedostajale. Savjet taksiste u Sarajevu da ne izgubi svoj jezik poveo ju je na putovanje otkrića u jezičke prostore i udaljenosti koje se javljaju u razgovorima s njenim roditeljima. Može li se zaista izgubiti jezik? Ako da, može li se ponovo pronaći? Film istražuje ova pitanja na tri jezika. Snimci svakodnevnog života njenih roditelja u Banjoj Luci isprepleteni su narativnim sjećanjima i referencama iz umjetnosti i književnosti.

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Archivé: Karlheinz Weinberger – Halbstark, schön und rebellisch

21/06/19 — 04/08/19

Exposition
Stadtsaal, 1. OG
Heures d'ouverture:
Mardi–Vendredi
10h00 – 19h00
Samedi
10h00 – 17h00
Dimanche
11h00 – 17h00
Lundi
Fermé

Fotos: Karlheinz Weinberger, courtesy Esther Woerdehoff

Er arbeitete 31 Jahre im Lager einer Elektronik-Fabrik in Zürich Oerlikon. Das war eigentlich sein Alltag. Aber es gab eine andere Seite, das wahre Leben: Karlheinz Weinberger (1921-2006) fotografierte Bauarbeiter, Bodybuilder, Schwinger und Boxer, schöne, starke Männer; seine Bilder erschienen unter dem Pseudonym Jim in der Zeitschrift «Der Kreis». Im Milieu der Halbstarken der späten Fünfzigerjahre fand er die Gegenwelt, in der er sich daheim fühlte. «Das Aussergewöhnliche» nannte er es selber auf seinen Visitenkarten.

Die Halbstarken trugen Jeans, damals wenig verbreitet und vor allem in bürgerlichen Kreisen verpönt als Proletarier-Kleid, sie wollten anders sein und sie haben das demonstrativ zur Schau gestellt. Weinbergers Aufnahmen zeigen die jungen Wilden in der Öffentlichkeit, aber immer wieder auch bei sich daheim, in intimen Porträts, erotischen Posen und Ritualen. Nach den Halbstarken zog es ihn zu den Rockern und ihren Motorradclubs. Auch in diesen Aufnahmen ist jene manchmal irritierende Nähe zu spüren, die seine Bilder vermitteln, eine Faszination, die zugleich auch Sehnsuchtserfüllung zu sein scheint.

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Galerie Esther Woerdehoff Paris.