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Echo)) Space
Vernissage «Polwärts – Tiefe Einsichten in den hohen Norden»
Info
Echo)) Space
nedia boutouchent,

Dissolve/Resist, 2025

Mit dieser Videoarbeit visualisiert nedia boutouchent die unmittelbare körperliche Reaktion auf den kolonialen männlichen Blick. Durch die visuelle Verzerrung und Abstraktion von nedias eigenem Körper entzieht sich dieser einem Begehren und Kategorisierung. Das Gewohnte und Erwartbare zerfliesst in Fragmente und selbstbestimmte Darstellungsformen.

«Dissolve/Resist» ist eine Weiterführung aus nedia boutouchents Bacherlorprojekt «Our Gaze Is Not Yours To Claim» von 2025. Mit der Arbeit, verortet sich nedia boutouchent im post-kolonialen Diskurs. Unbehagen und Bewusstmachung werden als dekoloniale Praktiken eingesetzt, um uns mit Fragen zu konfrontieren. Wie schauen wir? Was sehen wir? Wie formen Machtverhältnisse diese Modi? Ein Blick ist nie neutral, genauso wenig sind die Betrachter:innen.

Dauer: 04:42 Minuten

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Future Fashion

27/11/26 — 07/02/27

Ausstellung
Stadtsaal, 1. OG

Vernissage:
Do, 26/11/26, 18.30 Uhr
Öffnungszeiten:
Di-So
11 bis 17 Uhr
Mo
geschlossen

KurationNicolas Kerksieck und Miriam Edmunds

FotoJohanna Jaskowska, Iridescence, 2019

«Future Fashion» ist eine Ausstellung über Gegenwart und Zukunft der Mode und befasst sich mit der Frage, wie Kleidung in einer Zeit von Überproduktion, digitaler Beschleunigung und ökologischer Belastung neu gedacht werden kann. Die Schweizer Bevölkerung gehört weltweit zu den Spitzenreiterinnen beim Konsum von Kleidung und Textilien. 15kg Kleidungsstücke kauft jede Person jährlich in der Schweiz, wobei davon ca. 25% nie getragen werden. Ausgangspunkt ist eine doppelte Realität: Ultra Fast Fashion treibt Trend- und Produktionszyklen weiter an, während gleichzeitig Initiativen, Labels, Communities und künstlerisch-gestalterische Praktiken Alternativen entwickeln. Upcycling-Ateliers, Leihmodelle, phygitale Anwendungen und digitale Experimente verändern die Produktion, Nutzung und Gestaltung in der Mode und erweitern sie um neue, spannende Ideen.

Die Ausstellung ist in drei Kapitel eingeteilt: Ein Kapitel befasst sich mit praktischen, gemeinschaftsbasierten Kreislaufmodellen (Up- und Recycling), das zweite Kapitel mit digitalen Infrastrukturen und neuen Besitzlogiken und führt abschliessend zu spekulativen Körper- und Materialentwürfen, in denen sich Mode als Bild, Interface und Imagination zuspitzt. Der Hauptsaal zeigt grossformatige, multimediale Installationen, die sich weiträumig mit aktuellen Praktiken und möglichen Zukünften der Modewelt befassen. Der Seitensaal wird in Form eines Laboratoriums eingerichtet, wo experimentelle Studien, Projekte und Formate sowie neue Ansätze aus der Schweizerischen Textilforschung präsentiert werden.

Damit zeigt «Future Fashion», wie Mode zugleich Material, Datensatz und Bild ist und wie sich dadurch die Beziehungen zwischen Körper, Kleidung, Plattform und Wert verschieben. Ziel ist es, konkrete Versuche sichtbar zu machen: etablierte Ansätze, experimentelle Prototypen und auch Beispiele, die bereits wieder verschwunden sind. Die Ausstellung lädt ein, Widersprüche, Versprechen und offene Fragen gemeinsam zu diskutieren und darüber nachzudenken, wie die Zukunft der Mode aussehen könnte.