Ein Ausstellungsprojekt und eine partizipative Diskursplattform zum neuen Verständnis von Öffentlichkeit und urbanen Räumen, organisiert vom Kornhausforum Bern in Zusammenarbeit mit dem » Architekturforum Bern und der » Kommission Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) Bern.



Rabe: Interview mit Nicolas Kerksieck

Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereiche und wird wohl auch unser künftiges Zusammenleben prägen und formen. Eine Frage die sich dabei stellt ist: Wie wird der öffentliche Raum nach Corona sein? Was wird sich verändern? Was vielleicht gleichbleiben?

Wie verändert Corona die Stadt?

Verändert Corona unsere Art zu wohnen? Wird Homeoffice zum Standard? Verschwinden in der Folge Büros, Läden und Clubs aus dem Zentrum? Werden Städte unattraktiver? In einer Artikelserie widmet sich der «Bund» aktuell diesen Fragen.

Corona: Das unmittelbare Wohnumfeld gewinnt an Bedeutung

Corona: Das unmittelbare Wohnumfeld gewinnt an Bedeutung

Was lehrt uns die Corona-Krise über die Lebensqualität unserer Siedlungen? Bei der Betrachtung unterschiedlicher Massstabsebenen zeigt sich: Unsere Siedlungen basieren auf soliden Leitgedanken, aber der Mensch und seine Bedürfnisse müssen zurück ins Zentrum der Planungen.

Figurationen von Öffentlichkeit

Wie entstehen Öffentlichkeit und öffentlicher Raum eigentlich? Gemeinhin steht in der Beantwortung dieser Fragestellung entweder der Raum oder dann der Mensch im Mittelpunkt der Auseinandersetzung.

Wohnen nach Corona: Aufbruch in die Hyperlokalität

Die Coronakrise stellt viele der Wohn-, Lebens- und Stadttrends, die wir in den vergangenen Jahren kennengelernt haben, auf den Prüfstand. Nach der Krise geht es um mehr als heimelige Trends wie Cocooning oder Hygge. Wir werden uns in Zukunft nicht nur stärker auf jene Menschen konzentrieren, zu denen wir eine wirkliche und gute Beziehung haben, sondern auch die Dinge in unserem direkten Umfeld mehr respektieren und wertschätzen.

Strassenumfrage zur Ausstellung «shared spaces in change»

Strassenumfrage von Radio RaBe im Auftrag vom Kornhausforum

Perspektiven zukunftsfähiger und krisenfester Städte nach der Corona-Pandemie

Perspektiven zukunftsfähiger und krisenfester Städte nach der Corona-Pandemie

Der Shutdown des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens; die Wiederentdeckung dessen, was wirklich "systemrelevant" ist; neue Formen des Gemeinsinns und der Generationen; eine ungeahnte Gestaltungskraft des Staates auf allen Ebenen: All das sind Phänomene der Corona-Krise, die unser Denken über Gesellschaft, Wirtschaft und Politik nach Corona prägen werden. Auch die Zukunft der Städte und ihrer Lebensbezüge zum Umland gilt es neu zu denken. Lokal und vor Ort werden die Konsequenzen aus der Krise plastisch und konkret.

Plaudern statt Parkieren

Plaudern statt Parkieren

Die Stadt Bern testet zwei Monate lang in einer Innenstadtgasse neue Sitzgelegenheiten, sogenannte «Parklets». Auf sieben Parkfeldern sind leichte Holzpodeste errichtet und mit Hockern, Tischen und Sonnenschirmen ausgerüstet worden.

Pop-up-Parks

Pop-up-Parks

Pop-up-Parks bieten die Chance, den öffentlichen Raum aktiv mitzugestalten und einen saisonalen Belebungspunkt im Wohn- und Quartierumfeld einzurichten.

Don’t Close Parks. Open Up Streets.

Don’t Close Parks. Open Up Streets.

Give people the public space they need right now.

A new urban utopia? How the pandemic is shaping the future of cities. The COVID-19 pandemic has upended American cities. Downtowns have become ghost towns thanks to new work-from-anywhere policies.

A new urban utopia? How the pandemic is shaping the future of cities. The COVID-19 pandemic has upended American cities. Downtowns have become ghost towns thanks to new work-from-anywhere policies.

Fast Company and Honeywell took a fascinating look at the new urban landscape at the 2020 Fast Company Innovation Festival.

PANDEMIE

PANDEMIE

Der ursprünglich geplante Schwerpunkt für die 2020 Sommerausgabe war Mobilität, doch dann kam Covid-19 und es war klar, wir können dieses Ereignis nicht einfach ignorieren. Es zeigte sich bald, dass die Verwendung und Verteilung des Straßenraums ein Thema ist, dass Mobilität und Covid-19 verbindet.

In der Stadt der Zukunft funktioniert alles zu Fuss

In der Stadt der Zukunft funktioniert alles zu Fuss

Wie wird Covid-19 unsere Städte verändern? Architekten und Städteplanerinnen stehen vor neuen Herausforderungen, sagt Architekturtheoretiker Sascha Roesler: Unsere Städte müssen flexibler werden – und unsere Wohnungen.

17. Europäischer Trendtag

17. Europäischer Trendtag

Ob Konferenz, Konzert oder romantisches Rendezvous: Begegnungen sind von Angesicht zu Angesicht. Doch das wird durch die Corona-Pandemie erschwert. Physische Nähe gilt als riskant. Die Folgen spüren zahllose Branchen, von der Gastronomie über Tourismus, Messen oder Unis bis hin zur Unterhaltungsindustrie mit ihren Sportanlässen, Kinos und Partys.

Öffentliche Räume - Das Projekt

Öffentliche Räume - Das Projekt

Demokratie hat einen Ort und das ist der Öffentliche Raum! Hier werden Demokratie und Gesellschaft erlebt, gelernt und gelebt. Öffentliche Räume sind all die Räume über die alle Menschen Zugang zu öffentlichen Gütern haben. Wozu öffentliche Räume gut sind. Was wir an öffentlichen Räumen haben. Warum wir uns um öffentliche Räume kümmern (müssen).
Ein Verbundprojekt der Heinrich-Böll-Stiftung und ihrer Landesstiftungen.​

Was ist in der Krise gefragt?

Was ist in der Krise gefragt?

Corona hat einige neue Objekte hervorgebracht, mit denen Designerinnen und Designer rasch auf die Krise reagieren. Aber vor allem zeigt sich in der Pandemie, wie wichtig Design ist, geht es darum, unser Verhalten zu verändern, SDA-Vize-Präsidentin Meret Ernst wurde von der SonntagsZeitung befragt, welche Auswirkungen Corona auf das Design hat. SDA setzt sich dafür ein, dass auch die Design- und Kreativwirtschaft von den Corona-Massnahmen profitieren konnte.

Corona forciert den Mobilitätswandel

Corona forciert den Mobilitätswandel

Die Corona-bedingten Abstandsregeln stellen Städte vor neue Herausforderungen im öffentlichen Raum. Wie diese reagieren, zeigt ein Rundblick von Berlin über Mailand und Brüssel bis nach New York.

shared spaces in change

Im Herbst 2021 schauen wir zurück auf eine weltweite Veränderung gesellschaftlichen Zusammenlebens und blicken ebenso in die Zukunft: hat die Corona-Pandemie unser Verständnis von Öffentlichkeit verändert? Wie wollen und werden wir zukünftig zusammenleben? Wie verändern und stärken wir die Wahrnehmung, Aneigenbarkeit und Resilienz unserer öffentlichen Räume? Wo können anpassungsfähige Raumkonzepte und künstlerische Interventionen neues Bewusstsein und Qualität für Begegnung und urbane Interaktion ermöglichen?

In der Ausstellung und angegliederten Diskursplattform „shared spaces in change“ vom 18. November 2021 bis 30. Januar 2022 wollen wir aus den einschneidenden sozialen Erfahrungen der Pandemie aussagekräftige Ansätze für ein zukünftiges Neudenken von Öffentlichkeit aufzeigen und die Potenziale des öffentlichen, physischen wie digitalen Raumes sichtbar machen und zur Diskussion stellen. Die Coronapandemie wirkt wie ein Brennglas auf die Schwachstellen unserer Systeme. Viele Ansätze zur Neubetrachtung des öffentlichen Raumes waren schon vor der Pandemie vorhanden, wurden und werden aber durch die Krise pointierter sichtbar und dringlicher denn je. Neue Öffentlichkeiten ergeben neue Anforderungen an öffentliche Räume und die soziale Interaktion. Wie veränderbar und anpassungsfähig ist der öffentliche (Innen- und Aussen-) Raum und wie denken wir in diesem Zusammenhang über Stadtstrukturen, Sicherheit, Quartierarbeit, solidarische Alltagsaufmerksamkeit, Aneigenbarkeit der Räume durch Kinder und Jugendliche oder anderer gesellschaftlicher Gruppen, Umgestaltung und Umnutzung von Strassenräumen, Digitalisierung, Vernetzung und Distanzen urbaner Funktionen nach? Wie können wir den vorhandenen öffentlichen Raum, die gewachsenen Strukturen befragen, anders denken, um sie vielfältiger nutz- und erkundbar, wundersamer und freudvoller zu machen und gleichzeitig die urbane Qualität nicht zu vermindern.

Die Ausstellung ist von der Gestalt vielfältig und multimedial, von der Methode co-kreativ und experimentell angelegt, sie formt sich durch die ausgewählten Beiträge und reflektiert damit das eigene Design und den Prozess der Ausstellung an ihrem Ort, dem Kornhausforum, der selbst ein gemeinschaftlicher/öffentlicher Raum im Wandel ist.

Open Call
Zur Beteiligung an der interdisziplinären Ausstellung wurde ein nationaler Open Call publiziert, um möglichst viele und unterschiedliche Ansätze und Experimente in die Ausstellung nach Bern zu holen. Der Open Call ist auf grosses Interesse gestossen und so konnte die Jury 215 hochqualitative Bewerbungen bearbeiten und final 35 Projekte in die Ausstellung im Aussen- und Innenraum auswählen. An dieser grossen Resonanz zeigt sich schon jetzt, wie wichtig und dringlich dieses Thema ist.

Ausstellung vom 19. November 2021 – 30. Januar 2022 im Kornhausforum sowie im öffentlichen Stadtraum in Bern.
Vernissage 18. 11. 2021, 18.30 Uhr

Ausstellungsteilnehmende:
- Nino Baumgartner
- Antonella Barone & Tanja Breu; baronebreu
- Berner Fachhochschule Departement Architektur, Holz und Bau Prof. Charles O. Job, Prof. Dr. Katrin Künzi Hummel
- Jürgen Buchinger und Gabriel Meisel
- Magdalena Nadolska und Regula Bühler; Sapperlotta
- Sarah Burger
- Luca Capt; Kolabor Architekten
- Claudia Christen und Andreas Seiler
- Daniel Rihs
- AG Kunst & Bau Wohnbaugenossenschaft Warmbächli
- Alexander Egger, Adrian Dürrwang und Tasha Del Percio
- Samuel Geiser, Alexander Egger
- Livio Martina, Laura Erismann, Pit Ackermann
- Freiluft Architekten
- Jürg Grunder, Arunava Dasgupta, Gionatan Vignola; Architekten
- Nicole Hametner
- Annalisa Hartmann
- Hotel Regina
- Mona Neubauer und Alex Bradley; Hyphen
- Charles O. Job
- kleinsinn Zürich
- Lukas Kobel und Oliver Hofer
- Judith Blum, Dinah Brütsch, Janine Durrer, Simone Durrer, Tamara Eiermann, Caroline Rey; Kollektiv 5uf2
- Chiara Oelrich, Elena Lesniak Zentrum für Diskussion
- Franziska Oswald, Ueli Marbach und Benedikt Loderer
- Tobias Baitsch, Florian Berner, Johannes Hänggi, Silvio Koch, Henriette Lutz, Joana Teixeira Pinho, Lâra Wiederkehr; KITTIK
- Künstlerinnenkollektiv Marsie
- Karen Amanda Moser
- Navid Tschopp
- Christine Feuerstein, Margit Hugentobler; Bürgi Schärer Architekten
- Astrid Schwarz und Dominik Lengyel
- Veli & Amos
- Mirkan Deniz, Etienne Wismer
- Berhanu Ashagrie Deribew, Raimi Gbadamosi, Marie-Louise Nigg, Georges Pfründer, Brook Teklehaimanot Haileselassie, Dominic Zimmermann
- Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen, Institut Urban Landscape; Prof. Dr. Stefan Kurath, Prof. Dr. Philippe Koch, Simon Mühlebach

Gesamtkuration: Nicolas Kerksieck, Leiter Kornhausforum Bern
Kuratorische Mitarbeit: Caroline von Gunten
Fachspezialistin KiöR Bern: Annina Zimmermann
Kuratorium Diskursplattform: Prof. Dr. Rahel Mader, Stanislas Zimmermann, Lâra Wiederkehr
Administration:
Marina Roth



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