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Echo)) Space
Vernissage «Wie Strassenzeitungen Leben verändern»
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nedia boutouchent,

Dissolve/Resist, 2025

Mit dieser Videoarbeit visualisiert nedia boutouchent die unmittelbare körperliche Reaktion auf den kolonialen männlichen Blick. Durch die visuelle Verzerrung und Abstraktion von nedias eigenem Körper entzieht sich dieser einem Begehren und Kategorisierung. Das Gewohnte und Erwartbare zerfliesst in Fragmente und selbstbestimmte Darstellungsformen.

«Dissolve/Resist» ist eine Weiterführung aus nedia boutouchents Bacherlorprojekt «Our Gaze Is Not Yours To Claim» von 2025. Mit der Arbeit, verortet sich nedia boutouchent im post-kolonialen Diskurs. Unbehagen und Bewusstmachung werden als dekoloniale Praktiken eingesetzt, um uns mit Fragen zu konfrontieren. Wie schauen wir? Was sehen wir? Wie formen Machtverhältnisse diese Modi? Ein Blick ist nie neutral, genauso wenig sind die Betrachter:innen.

Dauer: 04:42 Minuten

 

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27 juin 2026

samedi, 15-17 Uhr, Galerie, 2. OG

Workshop «From Looking to Listening» mit Hiba Tahhan

Programme cadre
Workshop «From Looking to Listening» mit Hiba Tahhan

Der Workshop geht von einer einfachen Verschiebung aus: Was passiert, wenn die Kamera durch ein Aufnahmegerät ersetzt wird?

Kamera → Aufnahmegerät
Bild → Stimme
Sehen → Hören

Zunächst fühlt sich dies wie ein Schritt hin zu etwas Direkterem oder Intimerem an, doch es wirft eine schwierigere Frage auf:

Was passiert, wenn das Archiv hört statt sieht, aber dennoch kontrollieren will, was real ist?

Die Teilnehmer:innen arbeiten in kleinen Gruppen mit Audiorecordern. Anstatt fertige Aufnahmen zu produzieren, erforschen sie, wie sich die Bedeutung verändert, wenn Beobachtung in Stimme und Zuhören übersetzt wird.

Der Recorder hält keinen einzelnen, feststehenden Moment fest wie ein Foto.
Stattdessen zeichnet er auf, wie Menschen im Laufe der Zeit sprechen, und erfasst gleichzeitig die umgebende Klanglandschaft und Atmosphäre.
Er offenbart Zögern, Widersprüche, Unterbrechungen und wer in einem Gespräch Raum einnimmt, bewahrt aber auch die Umgebung und Spuren dessen, was jenseits des Bildausschnitts existiert.

Der Workshop behandelt Kamera und Aufnahmegerät zudem als Werkzeuge, die umgedreht werden können – nicht, um einfach nur die Darstellung der Personen umzukehren, sondern um die Machtverhältnisse zu stören, denen sie normalerweise folgen. Ich setze sie „rückwärts“ gegen den Kolonisator ein, nicht indem ich die Rollen vertausche, sondern indem ich die Werkzeuge dazu zwinge, die Strukturen hinter der Darstellung selbst aufzudecken.

Wenn dies geschieht, gibt es keine saubere Umkehrung. Die Werkzeuge garantieren keine festen Positionen von Subjekt und Objekt mehr, sondern legen offen, wie instabil diese Positionen bereits sind.

Koloniale Fotografie → visuelle Kontrolle
Koloniale Tonaufzeichnung → akustische Kontrolle
Institutionelles Archiv → beide Systeme kombiniert

Ton ist ebenso wichtig wie das Visuelle. Die Fotografie hält einen Moment fest, während der Ton das mitgibt, was davor und danach geschieht. Er bewahrt Pausen, Wiederholungen, Gespräche und Details, die verloren gehen können, wenn ein Erlebnis auf ein einziges Bild reduziert wird.

Anstatt eine neutrale Alternative anzubieten, nutzt der Workshop Tonaufnahmen, um zu untersuchen, wie jede Art der Dokumentation Auswahl, Rahmung und Autorität erzeugt. Der Fokus liegt nicht auf einem Endprodukt, sondern auf dem Prozess des Aufnehmens, Zuhörens und der Wahrnehmung, wie schnell Dokumentation zur Interpretation wird.

 

Der Workshop findet im Rahmen der Ausstellung «Poetics Of Deconstruction: I Kiss You Today For Tomorrow and Our Gaze Is Not Yours To Claim» statt.

Die Anzahl der Teilnehmener:innen ist begrenzt. Hier geht es zur Anmeldung. Es ist kein Vorwissen nötig.