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Echo)) Space
Vernissage «Polwärts – Tiefe Einsichten in den hohen Norden»
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Echo)) Space
Lauren Huret,

L’hypnose du jardin, 2023

In ihrer Videoarbeit lädt Lauren Huret uns in eine Atmosphäre der Entschleunigung, eine auditive Hypnose ein: Landschaften entfalten sich, lösen sich auf und verwandeln sich in immer neue Formationen. So entsteht eine Parklandschaft der Ruhe, die es erlaubt, sich treiben zu lassen – vielleicht sogar einzuschlafen. Huret entwirft damit ein Gegenbild zu den ständigen Anforderungen nach Aufmerksamkeit und Wachsamkeit, die unseren Alltag prägen. Inmitten der allgegenwärtigen Beschleunigung schlägt sie ein «künstliches Paradies» vor, das zur inneren Einkehr und zu einer anderen Erfahrung von Zeit einlädt.

Die Bilder des Videos wurden aus Fotografien gewonnen, die Huret in einem Park in Genf aufgenommen hat. Mithilfe einer Software, die Texte in Bilder übersetzt, veränderte sie diese Aufnahmen. Dabei greifen menschliche Vorstellungskraft und maschinelle Bildproduktion eng ineinander, sodass ein hybrides Bilduniversum entsteht.

Lauren Huret eröffnet einen Ort, an dem Natur, Mensch und Technologie in Harmonie zusammenfinden, und an dem künstliche Intelligenz nicht als Bedrohung, sondern als Werkzeug für Heilung erfahrbar wird.

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17. Februar 2026

Dienstag, 19 Uhr, Stadtsaal 1. OG

In das Auge. In den Sinn.

Forum

Vortrag von Stephan Bundi
Nach seinem Grafikdesign-Studium in der Schweiz sowie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart gründete er vor über 50 Jahren sein eigenes Atelier. Als Kommunikationsdesigner und Art Director arbeitet er für Auftraggeber aus Wirtschaft sowie Bildungs-, Sozial- und Kulturinstitutionen. Seine Arbeit verbindet unkonventionelle Konzepte mit der funktionalen Klarheit der Schweizer Grafiktradition.

Gestaltung versteht er als iterativen Prozess des Denkens, Entwerfens und Überarbeitens, der in eine präzise, produktionsfertige Lösung mündet. Seine Arbeiten wurden bei internationalen Design-Biennalen mehrfach mit Gold Awards und Grand Prix ausgezeichnet.

Vom GraphicDesign zum KommunikationsDesign
Grafiker:innen, ursprünglich vor allem für die Herstellung druckfähiger Vorlagen zuständig, entwickelten sich mit neuen, insbesondere digitalen Technologien zu Kommunikationsdesigner:innen. Damit gewann die visuelle Formulierung einer Bildidee gegenüber der rein technischen Ausarbeitung zunehmend an Bedeutung und veränderte das Berufsbild grundlegend.

Beim aktuellen Einsatz von Künstlicher Intelligenz zeigt sich eine weitere Differenzierung dieses Berufsverständnisses. Grafiker:innen, die sich primär als gestalterische Dienstleister beim Umsetzen vorgegebener Vorstellungen verstehen, werden teilweise durch KI ersetzt. Kommunikationsdesigner hingegen, die in der Lage sind, eigenständige Bildideen zu entwickeln und deren Umsetzung prozesshaft zu steuern, können durch KI nicht ersetzt werden. Diese Erfahrung wird im Vortrag anhand konkreter Beispiele aus der Praxis vermittelt.

Der Vortrag wurde angeregt und organisiert durch den Schweizerischen Werkbund SWB-OG Bern und das Architekturforum Bern (AFB) anlässlich von 30 Jahren visueller Kommunikation für das AFB.

Im Rahmen der Veranstaltung wird die Publikation des Architekturforums Bern «Die dritten zehn Jahre» herausgegeben.

Der Eintritt ist frei und nach dem Vortrag findet ein Apéro statt.
Hier geht es zum Flyer.