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Echo)) Space
Vernissage «Polwärts – Tiefe Einsichten in den hohen Norden»
Info
Echo)) Space
nedia boutouchent,

Dissolve/Resist, 2025

Mit dieser Videoarbeit visualisiert nedia boutouchent die unmittelbare körperliche Reaktion auf den kolonialen männlichen Blick. Durch die visuelle Verzerrung und Abstraktion von nedias eigenem Körper entzieht sich dieser einem Begehren und Kategorisierung. Das Gewohnte und Erwartbare zerfliesst in Fragmente und selbstbestimmte Darstellungsformen.

«Dissolve/Resist» ist eine Weiterführung aus nedia boutouchents Bacherlorprojekt «Our Gaze Is Not Yours To Claim» von 2025. Mit der Arbeit, verortet sich nedia boutouchent im post-kolonialen Diskurs. Unbehagen und Bewusstmachung werden als dekoloniale Praktiken eingesetzt, um uns mit Fragen zu konfrontieren. Wie schauen wir? Was sehen wir? Wie formen Machtverhältnisse diese Modi? Ein Blick ist nie neutral, genauso wenig sind die Betrachter:innen.

Dauer: 04:42 Minuten

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Atlas der Reproduktion – Babys, Grenzen, Geopolitik

04/09/26 — 25/10/26

Ausstellung
Stadtsaal, 1. OG

Vernissage:
Do, 03/09/26, 18.30 Uhr
Öffnungszeiten:
Di-So
11 bis 18 Uhr
Mo
geschlossen

KurationMirko Winkel (Künstler/mLAB, Universität Bern)

Wissenschaftliche LeitungProf. Dr. Carolin Schurr und Dr. Laura Perler (Sozial- und Kulturgeographie, Universität Bern)

Szenografie und DesignProf. Jimmy Schmid und Nicolo Bernasconi (Institute of Design Research, BFH – HKB)

Reproduktive Rechte bezeichnen Menschenrechte, die allen Menschen das Recht garantieren, frei, selbstbestimmt und ohne Diskriminierung über ihren Körper, ihre Sexualität und die Frage, ob, wann und wie viele Kinder sie bekommen möchten, zu entscheiden. Weltweit werden reproduktive Freiheiten, so etwa das Recht auf Abtreibung, zunehmend eingeschränkt, die öffentlichen Debatten darüber sind oft stark polarisiert. Das Ausstellungs- und Buchprojekt «Atlas der Reproduktion» setzt dem einen forschungsbasierten Dialograum entgegen.

Das Projekt basiert auf mehreren Forschungsprojekten zu reproduktiven Ungleichheiten und zu den globalen Verflechtungen von Familienplanung, reproduktiven Technologien, Gesundheit und Mobilität. Die Forschungsarbeiten sind in den letzten Jahren am Geographischen und Sozialanthropologischen Institut der Universität Bern durchgeführt worden. Das Ausstellungs- und Buchprojekt wurde im Rahmen des mLAB in Zusammenarbeit mit dem Institute of Design Research Hochschule der Künste Bern entwickelt. Die Ausstellung findet im Kornhausforum Bern, die Finissage im Politforum Bern und der Filmabend im Kino Rex Bern statt.

Acht Installationen, basierend auf wissenschaftlicher Forschung, thematisieren zum Beispiel fotografisch, welche Motive spanische Eizellenspenderinnen und russische Leihmütter haben. Sie zeigen filmisch, wie geflüchtete Frauen Schwangerschaft in Schweizer Asylzentren erleben. Oder verbinden mithilfe einer dreiteiligen Videoinstallation die Erfahrungen von Geburtsmüttern aus Sri Lanka mit den Perspektiven von Adoptivkindern in der Schweiz und der Sicht einer Wissenschaftlerin.

Ein dialogisches Programm mit thematischen Führungen, Workshops, einer Living Library, einem Rollenspiel, einer Lecture-Performance, einer Buchvernissage und einem Filmabend vertieft die Themen. Das Schulprogramm spricht insbesondere Jugendliche an.

Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Kornhausforum Bern und der Universität Bern.

Finanziell ermöglicht wurde die Ausstellung durch Fördergelder des Schweizerischen Nationalfonds, der Universität Bern, der Fondation Johanna Dürmüller-Bol, von Pro Helvetia, der Rosa-Luxemburg-Stiftung, des Society in Science – Branco Weiss Fellowship und weiteren.

Weitere Infos zur Ausstellung

Die Ausstellung basiert auf Forschungsarbeiten von:

Nicole Bourbonnais
Surangika Jayarathne
Nora Komposch
Yolinliztli Pérez-Hernández
Laura Perler
Carolin Schurr
Milena Wegelin
Susanne Schultz
Veronika Siegl

Die Ausstellung zeigt künstlerische Installationen von:

Joachim Clematide
Ewa Einhorn
Anat Eisenberg
Lisa Gehrig
Sarah Hildebrand
Ashish Kulshreshtha
Xictlixocittl Pérez-Hernández
Lucy Sabin
Tamara Sánchez-Pérez
Sven Rufer
Kasia Strek
Armando Zacarías