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Echo)) Space
Vernissage «Polwärts – Tiefe Einsichten in den hohen Norden»
Info
Echo)) Space
Tanja Bojanić,

rikverc, tašna, vešmašina
– the language I keep

Ausgangspunkt dieses Videos sind die vielen Wörter, die der Künstlerin als Kind serbischsprachiger Eltern in der Schweiz gefehlt haben. Der Rat eines Taxifahrers in Sarajevo, ihre Sprache nicht zu verlieren, führte sie auf eine Entdeckungsreise in die sprachlichen Zwischenräume und Distanzen, die im Gespräch mit ihren Eltern entstehen. Kann man eine Sprache überhaupt verlieren? Falls ja, kann man sie auch wiederfinden? Der Film geht diesen Fragen in drei Sprachen nach. Filmaufnahmen des Alltags ihrer Eltern in Banja Luka überlagern sich mit erzählten Erinnerungen und Referenzen aus Kunst und Literatur.

Tanja Bojanić hat mit dieser Arbeit 2024 den Bachelor in Visueller Kommunikation an der Hochschule der Künste Bern (HKB) abgeschlossen. Der Film wird im Rahmen der Kooperation zwischen dem Kornhausforum und der HKB Kunstsammlung gezeigt. Von der Künstlerin gestaltete Plakate inszenieren die Bildsprache des Videos im öffentlichen Raum und machen es mit einem QR-Code zugänglich.

Dauer: 16:37 Minuten

Polazna tačka za ovaj video su brojne riječi koje su umjetnici, kao djetetu roditelja koji govore srpski u Švicarskoj, nedostajale. Savjet taksiste u Sarajevu da ne izgubi svoj jezik poveo ju je na putovanje otkrića u jezičke prostore i udaljenosti koje se javljaju u razgovorima s njenim roditeljima. Može li se zaista izgubiti jezik? Ako da, može li se ponovo pronaći? Film istražuje ova pitanja na tri jezika. Snimci svakodnevnog života njenih roditelja u Banjoj Luci isprepleteni su narativnim sjećanjima i referencama iz umjetnosti i književnosti.

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Geschichte

Die Kornverwaltung war im Alten Bern ein zentrales Geschäft. Mit der Lagerung von brotfähigem Getreide sorgte man vor für allfällige Krisen- und Kriegszeiten, als Grosshändler konnte die Stadt Einfluss nehmen auf die Regulierung des Marktes und die Preispolitik, und schliesslich wurden viele Beamte in Naturalien bezahlt: Getreide, Wein und Holz, die dem Staat als Zinserträge zukamen. 1711–18 entstand nach Plänen von Hans Jakob Dünz das markante Gebäude des Kornlagers, das damals noch am Stadtrand lag und zum Teil über das Gelände eines Friedhofs gebaut wurde. Von Johann Rudolf Huber stammt das grosse Giebelrelief.

Im Untergeschoss des Kornhauses wurde eine Kelleranlage errichtet, deren mächtige Gewölbe in ihren Dimensionen an ein dreiteiliges Kirchenschiff erinnern. Dort wurde in Eichenfässern Wein gelagert. Das Erdgeschoss war offen und diente als Halle für den Kornmarkt. In den drei Obergeschossen waren Kornschütten, die hohen, schmalen Fassadenöffnungen waren nicht als Fenster gedacht, sondern als Öffnungen für die Belüftung.

Nach dem Untergang des Alten Bern wurde das Kornhaus bis zum Ende des 19. Jahrhunderts für verschiedene Zwecke genutzt: als Lagerraum, als Kaserne, als Unterkunft für Flüchtlinge. 1895 liess die Einwohnergemeinde Bern das Kornhaus vom Architekten Adolf Tièche zum Gewerbemuseum umbauen. Ein von Eichenpfosten getragener Holzboden im 2. Obergeschoss wurde entfernt, dadurch entstand ein zweigeschossiger Saal mit umlaufender Galerie. Die Belüftungsschlitze wurden zu hohen Fenstern erweitert, in die offene Halle im Erdgeschoss wurden Ladenlokale, eine Poststelle und ein neuer Zugang zum Keller eingebaut. Nach dem Umbau der Obergeschosse wurde auch der Keller erneuert, es entstand ein Berner Festlokal, die Grande Cave, ausgeschmückt mit Fresken von Rudolf Münger. Neben dem Gewerbemuseum beherbergte das Kornhaus von den 1940er-Jahren an auch die Malschule von Max von Mühlenen, einem der wichtigsten Vertreter der abstrakten Malerei der Nachkriegszeit in Bern.

1975, im europäischen Jahr für Heimatschutz und Denkmalpflege, restaurierten die Architekten Hans Haltmeyer und Ulrich Stucky die Fassade, die sie in ihren ursprünglichen Zustand mit den schmalen Fenstern zurückführten. Das Giebelrelief war so stark verwittert, dass es ersetzt werden musste. Teile des Originals sind heute im Treppenhaus im 4. Obergeschoss des Kornhauses zu sehen. 20 Jahre später folgte dann auch der Innenumbau (sam Architekten und Partner, Zürich). Der Kornhauskeller wurde restauriert, aus dem langjährigen Bierkeller mit Volksmusik wurde ein modernes Restaurant mit einer eleganten Bar auf dem Galeriegeschoss. Ein in den zentralen Saal ragendes Galeriegeschoss wurde auch im 2. Stock eingebaut. So entstanden im 1. Stock drei Säle, der Stadtsaal mit seinen Stahlträgern und der bemalten Holzdecke, und die beiden Nebensäle, die gegen den Stadtsaal hin geöffnet werden können. 

Die Basis für den heutigen Betrieb im Kornhaus wurde 1996 gelegt. Damals sagten die Bernerinnen und Bernern in einer Volksabstimmung Ja zum Umbaukredit und stimmten damit auch einem neuen, stark kulturorientierten Nutzungskonzept zu. Mit der Wiedereröffnung des restaurierten Kornhauses im Oktober 1998 konnte auch das Kornhausforum seine Türen öffnen. Es organisiert seither in den drei Sälen im 1. Obergeschoss und auf der Galerie im 2. Obergeschoss Ausstellungen, Veranstaltungsreihen und Podiumsdiskussionen.