Dominik Lengyel, Astrid Schwarz

Fotomontage



Energizing Future Urbanity (EFU)

Das Leben unter pandemischen Bedingungen konfrontiert im analogen wie im digitalen öffentlichen Raum mit neuen Erfahrungen und Phänomenen. Die Verlagerung vieler Alltagshandlungen ins Digitale wurde beschleunigt, entsprechend vervielfachten sich Datenverkehr und Bedarf an Speicherkapazität und damit auch der Energieverbrauch. Dem steht eine Verarmung des analogen öffentlichen Raumes gegenüber, geschlossene Restaurants, radikal reduzierter Kulturbetrieb, in manchen Ländern Ausgangssperre führten zu regelrechten Begegnungswüsten.
Der urbane shared space ist neu zu erfinden, soziokulturell wie umwelttechnisch. Die Städte der Zukunft bestehen aus lokalen Technik-Umwelt-Ensembles und sind wabenartig organisiert, bestehend aus vielen lokal orientierten quasiautonomen Technik-Umwelt Ensembles, die jeweils ihre eigenen sozialen und kulturellen Beziehungsformen in eine lokale urbane Lebenswelt hinein entwickeln – Hinterhöfe, Parks, Friedhöfe, Plätze, öffentliche Gebäude werden so die Bühne eines neu verstandenen urbanen Oikos.

Die Entwicklung und Gestaltung des Energieerzeugers „T-Cell“ nimmt diese Idee einer dezentral organisierten „Waben-Stadt“ auf. Die T-Cell hat eine kompakte Baugrösse und eine variable Aussenhülle, das architektonische Design setzt auf eine individuell gestaltbare Skulptur.

Die T-Cell ist ein Energiewandler, der den Weg in die Wasserstoffwirtschaft unterstützt. Sie liefert die Lösung für hocheffiziente Rückverstromung von Grüngas und stellt gleichzeitig Wärmeenergie zur Verfügung. Sie wird entwickelt als Forschungskooperation unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Ing. Heinz Peter Berg, Lehrstuhl Verbrennungskraftmaschinen und Flugantriebe an der BTU Cottbus-Senftenberg, mit weiteren Lehrstühlen des Maschinenbaus, der Elektrotechnik, der Physik, dem Fraunhofer IKTS Dresden sowie dem Lehrstuhl Architektur und Visualisierung, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dominik Lengyel und Dipl.-Ing. Catherine Toulouse, die das Konzept für die Gestaltung und die Einbindung in Architektur und Stadt als vielseitiges und individuell anpassbares Stadtmobiliar entwickelt haben.

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