Der 1923 in Zürich geborene, 1978 in Bern verstorbene Albert Winkler ist ein Vergessener der Schweizer Reportagefotografie der Nachkriegszeit. Als sich nach dem Zweiten Weltkrieg die Grenzen wieder öffneten, streifte er durch Europa. Seine Bilder der Rettung des italienischen Bergsteigers Claudio Corti im August 1957 aus der Eigernordwand wurden weltweit publiziert. Zur Hauptsache wurde Winklers Blick aber in der Enge geschärft: Seine in der Schweiz entstandenen Reportagen aus den 50er- und 60er-Jahren sind emotional berührende und dokumentarisch differenzierte Berichterstattungen aus dem Innern des Landes.

Das Kornhausforum zeigte Albert Winklers Schaffen als Reportagefotograf in rund 140 schwarz-weissen Neuabzügen und einer Reihe von Originalabzügen des Fotografen. Beispiele publizierter Reportagen und weitere Dokumente ergänzten die ausgestellten Fotografien. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv des Kantons Bern, in dessen Bestand sich der Nachlass des Fotografen seit 2001 befindet. Zur Ausstellung erschien im Limmat Verlag der vom Büro für Fotografiegeschichte Bern herausgegebene Band «Albert Winkler – Fotografien 1950-1975».